Netzneutralität

Netzneutralität ist zu gewährleisten. Dies gilt auch für Dienste, die den Zugang zur digitalen Sphäre vermitteln.

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5 comments

  1. 1
    Wolf-Dieter Busch says:

    Die Forderung nach „Netzneutralität“ ist richtig. Jedoch ist die Verwendung des Fachworts verwerflich. Stattdessen empfehle ich eine umgangssprachliche Formulierung, die jeder IT-fremde versteht, z. B.:

    „Der Datenverkehr darf keine speziellen Dienste bevorzugen oder benachteiligen, beispielsweise Video.“

    (Kein Anspruch auf Vollständigkeit)Reference

    1. 0
      Malte Spitz says:

      Danke für den Kommentar Wolf-Dieter Busch. Die Nutzung des Fachworts, wenn auch nicht ausführlich ausdefiniert, war uns in der Gruppe wichtig, da er deutlich umfassender ist, als das Beispiel nur von Diensten. Denn Video ist erstmal kein Dienst an sich und die Netzneutralität ist daher deutlich umfassender zu verstehen.

  2. 0
    Michael Heine says:

    Nur naiv oder nur partikularinteressengesteuert?
    Netzneutralität ist bitteschön zu finanzieren – und zwar von den digitalen Oligopolen, die massenhaft Gratis-Surfen auf den Netz-Infrastrukturen, die andere bezahlen. Das würde einem Netflix nicht gefallen, aber allen Internetgebührenzahlen schon. Von einer Digitalcharta erwarte ich, dass sie nicht nur Unternehmensinteressen bedient.

    1. 2
      Ausgefeilter Deckname says:

      Diskussion:
      Wird der “Uploader” zur Kasse gebeten, dann würde “Google&Co” zwar dafür Sorge tragen, dass wir “überall” schnell surfen können. Allerdings wäre es dann auch nicht mehr kostenfrei Urlaubsbilder über “DropBox” oder ähnliche Cloud-Anbieter miteinander zu teilen. Die Bereitstellung von Informationen wäre dann mit Kosten verbunden und das Internet wäre dann nicht mehr barrierefrei. (s. Kommentar @Stefan und @Q)

      Netzneutralität halte ich nur für bedingt erforderlich. Ein Schwellwert für Upload- und Downloadgeschwindigkeit könnte, in Abhängigkeit von der Last an diesem Ort (bspw. in einer Funkzelle), gewährleistet sein (Artikel 15: “Das Internet ist Bestandteil der Grundversorgung”). Ausnahmen für Polizei o.Ä. schließe ich damit nicht aus. Lässt man dies zu, könnte man Netzbetreibern (insb. in urbanen Gegenden) Anreiz bieten das Netz weiter auszubauen, um die “aktuell überflüssige” Kapazität zu kapitalisieren. Entweder müsste der ortsabhängige Schwellwert dazu dynamisch berechnet werden oder von einer Netzagentur nach einer gewissen Zeit angehoben werden. Dadurch könnte punktuell auch “Google&Co” zur Kasse gebeten, weil sie für den überdurchschnittlichen Upload ins Netz ein Premium bezahlen müssten.
      Was ist ein angemessener Schwellwert für Up- und/oder Downloadgeschwindigkeit in Abhängigkeit von dem Ort? Wie könnte man diesen errechnen? Ist die Preisbereitschaft für eine schnellere Verbindung ausreichend, um den Netzausbau in Europa kontinuierlich zu finanzieren?

      Eine Alternative dazu bietet selbstverständlich auch die Verstaatlichung der Netze oder die Subventionierung von Netzbetreibern.

      Über konstruktive Rückmeldung zu meinen Annahmen, zu meiner Diskussion und meinen Fragen freue ich mich.

    2. 0
      Ausgefeilter Deckname says:

      Diesen Part hatte ich bei meinem ersten Kommentuar zur Finanzierung der Netzneutralität (& Grundversorgung) vergessen:

      Annahme:
      Aktuell werden die Kosten für den Ausbau/die Instandhaltung des Netzes nach meinem Verständnis weitestgehend von großen Netzbetreibern im Mobilfunk und einem Flickenteppich von Anbietern im Festnetz (inkl. Koaxialkabel bzw. “Fernsehkabel”) in Europa finanziert. Diese wiederum finanzieren sich durch Nutzungsentgelte. Allerdings ist das Geschäftsmodell der Netzanbieter nur endlich tragbar, wenn die Zahlungsbereitschaft/Bit schneller sinken sollte, als die Nachfrage/Bit steigt. Diese Sitation scheint aktuell einzutreten.

    3. 0
      Q says:

      @Stefan – exakt. Genausowenig benachteiligt werden in einem neutralen Netz meine eigenen Server oder die einer gemeinnützigen Organisation – selbst über ein Schicht-4-Protokoll, das mein Netzbetreiber weder kennt noch versteht – weil er es in einem neutralen Netz weder zu verstehen braucht noch zu priorisieren hat.

      Netzneutralität bedeutet Gleichberechtigung und natürlich zahlen wir Nutzer = Endpunktbetreiber für die Infrastruktur. Die Oligopole, von denen Du sprichst, @Michael, sind für das Netz aus meiner Sicht in keinster Weise wichtig oder konstituierend und würden schlicht nicht die Sonderbehandlung bekommen, die sie sich von fehlender Netzneutralität AKA Maut-Internet versprechen.

      Bezieht sich der Kommentar auf die Kosten des Datenverkehrs, den sie erzeugen? Prinzipiell darf jedermann versuchen, die Leitung auszunutzen – auch das ist Teil eines neutralen Netzes.

    4. 0
      Stefan says:

      @Michael Heine, es sind wir, die Nutzer, die die Netz-Infrastruktur bezahlen. Und dafür kann ich auch erwarten, dass ich den Server eines kleinen Startups ebenso gut erreiche, wie den von Google oder Facebook.

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